Stockholm - was nirgends steht

Wer locker Geld ausgibt, fühlt sich in Stockholm wohl - für Geizkragen wie uns bieten sich aber auch unzählige Möglichkeiten.

Der beste Tipp für alle: die Stockholm Card. Keine Sorge mit Transport und Eintritten, Karte zeigen und los geht's.

Kurioses:

Fahrräder

Die Qualität von Mieträdern ist dürftig. Zum Teil gibt es nur eine Bremse, den Rücktritt... Schnellspanner, um mal den Sattel anzupassen - unbekannt. Und ob im Luftpumpenrohr wirklich eine Pumpe versteckt ist, sollte man prüfen!
Dafür sind die Radwege in ausgezeichnetem Zustand, es fehlt nur so eine richtige Karte. Doch auch mitten im Autoverkehr kann man sich mit einem Fahrrad sicher fühlen.

Ratten

Unser Hotel Ariadne lag an den Fährhäfen und da sollte es nicht verwundern: mehrmals liefen uns Ratten über den Weg. Das war keine Plage, aber für das gerühmte Stockholm doch etwas überraschend.

morbider Scharm

In mehreren einfachen Lokalitäten fanden wir eine reichlich heruntergewirtschaftete Einrichtung. Polster die auseinander fielen, bröckelnder Putz - alles längst reif für den Sperrmüll. Nicht so in Stockholm - auch damit lässt sich Geld verdienen.

Eis

Aller paar Meter gibt es einen Eisstand und das ist lecker! Normal erhält man die Kugeln im Pappbecher, auf Wunsch auch in der Waffel. Waffeleis ist riskant, weil die sehr großen und festen Kugeln auch gern runterpurzeln... Wir liefen aber mehrere Kilometer, um auch mal einen Eisbecher zu bekommen.

Drottningholm

Der Hochglanzprospekt von Schloß Drottningholm verspricht mehr, als die Führung halten kann. Das ist halt alles schon ein paar hundert Jahre alt. Dafür ist die Gartenanlage sehr schön und lädt regelrecht zum Picknick ein. (Wir unternahmen die Tour dorthin mit den Fahrrädern!) Praktisch sind die Wiesen aber kaum betretbar - überall liegen Gänseködel, die Tiere sind eine Plage.

Biologiska Museet

Glaubt man das? 1883 wurde in dieser alten Holzkirche ein großes Diorama eingerichtet, das die Tierwelt Schwedens zeigt. Mit ausgestopften Exponaten wie im Biologiekabinett, 120 Jahre unverändert.